Aktuelles aus der Leverkusener Jägerschaft

 
bullet23.12.2011
Weihnachtsbrief

Liebe Jägerinnen, liebe Jäger,

traditionsgemäß möchte ich Sie auch in diesem Jahr mit dem Weihnachtsbrief wieder über jagdliche Dinge des nunmehr ablaufenden Jahre 2011 als auch über das geplante Jahr 2012 der Leverkusener Jägerschaft informieren.

Der Deutsche Jagdschutzverband und der Landesjagdverband Nordrhein - Westfalen blicken wiederum auf ein ereignisreiches Jahr 2011 zurück:

Die Delegiertenversammlung des DJV hat am 17,07.2011 in Frankental / Rheinland Pfalz einen neuen DJV-Präsidenten gewählt. Hartwig Fischer hat dabei den aus Altergründen satzungsgemäß nicht mehr wiederwählbaren bisherigen Präsidenten Jochen Borchert abgelöst.

Zu einem der Vizepräsidenten des DJV wurde am gleichen Tage auch unser Vizepräsident Hermann Hallermann gewählt.

Das neue Büro des Deutschen Jagdschutzverbandes in Berlin hat seine Tätigkeit aufgenommen.

Die Arbeit des Landesjagdverbandes Nordrhein - Westfalen im Jahre 2011 war und ist schwerpunktmäßig geprägt von den Auswirkungen der Landtagswahl NRW im Kalenderjahr 2010. Im Mai 2010 hat Nordrhein - Westfalen bekanntlich eine neue Landesregierung erhalten. Die bis dahin aus der Koalition der CDU und FDP bestehende Regierung ist durch eine

Minderheitskoalitionsregierung von SPD und Grünen abgelöst worden.

In deren Koalitionsvertrag ist - betreffend die Jagd - festgehalten, dass ein Paradigmenwechsel hin zur Nachhaltigkeit eingeleitet und das Jagdrecht an ökologischen Prinzipien und dem Tierschutz ausgerichtet werden soll (ökologisches Jagdgesetz); die Jagdsteuer soll wieder eingeführt werden.

Die Landesregierung beabsichtigt, ein neues Landesjagdgesetz Nordrhein - Westfalen als Vollgesetz im Laufe des Kalenderjahres 2012 zu schaffen. Das Bundesjagdgesetz würde dann in Nordrhein -Westfalen nicht mehr gelten. Damit verbunden ist mit erheblichen Einschränkungen bzw. Einschnitten für die Jagd zu rechnen.

Der Landesjagdverband setzt sich sowohl in eigenen Sitzungen als auch in Sitzungen mit dem Fachministerium (MUNLV) intensivst für die Beibehaltung der bisherigen Jagd in Nordrhein -Westfalen ein. Was an Altbewährtem erhalten werden kann, bleibt abzuwarten.

Nach unzähligen Entwurfsjahren ist nunmehr (endlich) die lange erwartete Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz nach „Absegung" durch den Bundesrat in Kraft getreten. Die Verwaltungsvorschrift trägt zur Klarstellung von Unklarheiten im Waffengesetz in erheblichem Umfange bei.

Auch den diesjährigen Weihnachtsbrief möchte ich erneut zum Anlass nehmen, alle Jägerinnen und Jäger ausdrücklich an die ordnungsgemäße Verwahrung ihrer Waffen und Munitionen zu erinnern bzw. dafür Sorge zu tragen.

Bis zum heutigen Tage ist es landesweit und lokal seit August 2009 zu keinem neuerlichen Vorfall bezüglich der klassischen Schweinepest gekommen. Es besteht die Hoffnung, dass dann, wenn auch zukünftig kein neuerlicher Vorfall mehr auftritt, eventuell im Frühjahr 2012 der „gefährdete Bezirk" im Bereich Leverkusen mit allen damit verbundenen Auflagen aufgehoben wird.

Bis dahin werden allerdings noch Impfungen und das Verbringen in die Wildsammelstelle notwendig bleiben. Ich bitte insoweit um weitere aktive Unterstützung der Veterinäre.

Die Leverkusener Jägerschaft blickt ebenfalls wieder auf ein gelungenes Kalenderjahr 2011 zurück:
Die angebotenen Veranstaltungen wurden allesamt gut besucht, führten zu der gewünschten

Fortbildung der Jägerinnen und Jäger und trugen wieder erkennbar zu einer weiteren Verbesserung des Zusammenhaltes und des Ansehens der Jägerschaff in der Öffentlichkeit bei. Beispielhaft herausgreifen möchte ich hier das nun schon mehrfach stattgefundene Lock- / Reizjagdseminar mit Klaus Demmel und den sehr gut besuchten und angekommenen Jägertag auf Schloss Burg, beides stattgefunden im Juni 2011. Bei dem Jägertag auf Schloss Burg handelte es sich bekanntlich um eine gemeinsame Veranstaltung der Leverkusener, Remscheider, Solinger und Wuppertaler Jägerschaften.

Das Veranstaltungsjahr 2011 war ansonsten „familiär" geprägt. Das Sommerfest der Leverkusener Jäger im Juli 2011 auf dem Schießstand Kalkstraße war ebenfalls gut besucht und förderte das Gemeinschaftsgefühl.

Wie schon die Jahre zuvor, hat uns auch im Kalenderjahr 2011 der Schießstand in der Kalkstraße stark beschäftigt.

Zwischenzeitlich konnte erreicht werden, dass durch eine jährliche Zahlung auf ein Treuhandkonto (für eventuelle Schlusssanierungsarbeiten nach Vertragsablauf im Jahre 2020) der aktuelle Schießbetrieb jedenfalls bis 2020 wie bisher fortgeführt werden kann. Näheres hierzu wird noch auf der kommenden Jahreshauptversammlung im Kalenderjahr 2012 dargestellt und erläutert werden.

Grundwasser bzw. Bodenuntersuchungen der Stadt Leverkusen haben zu keinerlei Beanstandungsfeststellungen geführt, so dass auch an dieser „Front" Ruhe eingetreten ist.

Wir beabsichtigen auch weiterhin, vor Ort ein „Schießzentrum Rheinland" zu schaffen. Nach Ausräumen der vorbezeichneten Problempunkte kann dieses Anliegen nunmehr konsequent weiter verfolgt werden.

Aktuell werden für Leverkusen 6 Jungjägeranwärter in der gemeinsamen Jagdschule Köln / Leverkusen ausgebildet. Diesen wünsche ich Durchhaltevermögen und viel Erfolg für die im kommenden Jahr ausstehende Jägerprüfung.

Die Abteilung „Junge Jäger" in der Leverkusener Jägerschaft hat unter der Leitung unseres neuen Obmanns Alexander Wallraff in diesem Jahr ihre ersten Aktivitäten durchgeführt. Hierfür möchte ich Herrn Wallraff an dieser Stelle meinen persönlichen und besten Dank aussprechen. Weiter so! Die Jugend ist unsere Zukunft. 

Im Kalenderjahr 2012 sind folgende Veranstaltungen geplant: 

·       Donnerstag, 02.02.2012: Gemeinsame Busfahrt zur Messe „Jagd und Hund" in Dortmund; Treffpunkt 08.00 Uhr, Schießstand Kalkstraße (vorherige Anmeldung bei der Geschäftsstelle bis spätestens zum 16.01.2012 erforderlich; maximale Teilnehmerzahl: 50);

·       Mittwoch, 28.03.2012, 19.30 Uhr: Jahreshauptversammlung Leverkusener Jägerschaft; Ort: Stadthalle Bergisch - Neukirchen;

·       Samstag, 14.04.2012: Jagdparcours Schießen in Buke, Treffpunkt: 12.30 Uhr, Schießstand Kalkstraße (vorherige Anmeldung bei Obmann Reiner Schnabel unter 0174/3158057 erforderlich);

·       Freitag, 27.04.2012, 15.30 Uhr bis 18.30 Uhr: Jahresnadelschießen Leverkusener Jägerschaft; Ort: Schießstand Kalkstraße;

·       Samstag, 28.04.2011, 09.00 Uhr bis 12.30 Uhr: Jahresnadelschießen Leverkusener Jägerschaft; Ort: Schießstand Kalkstraße;

·       Samstag, 21.07.2012: Sommerfest der Leverkusener Jägerschaft; Ort: Schießstand Kalkstraße (Details werden noch gesondert bekannt gegeben);

·       Donnerstag, 06.09.2012, 19.00 Uhr: Vortrag „Hege-/ Lebensraumverbesserung und entsprechende Förderungsmöglichkeiten; Referent: Gregor Klar, Referatsleiter „Naturschutz und Weiterbildung" in der Geschäftsführung des LJV NRW; Ort: Jägerraum in der Sportanlage Birkenberg Leverkusen - Opladen;

·       Sonntag, 04.11.2012, 11.30 Uhr: Hubertusmesse 2012; ausgerichtet vom Hegering Ost, Ort: Katholische Kirche St. Franziskus, Karl-Jaspers-Str. 56, 51377 Leverkusen-Steinbüchel.

 

Angedacht sind darüber hinaus noch im Sommer 2012 ein erneutes Blattjagdseminar mit Herrn Klaus Demmel sowie ein Presseschießen auf dem Schießstand Kalkstraße.

Liebe Jägerinnen, liebe Jäger

Ich hoffe, dass die Veranstaltungen im Kalenderjahr 2011 wiederum ihren Zuspruch gefunden haben und wünsche mir, dass auch die neu geplanten Veranstaltungen im Kalenderjahr 2012 den einen oder anderen von Ihnen ansprechen und zu einer Teilnahme motivieren.

Im Namen des gesamten Vorstandes sowie des erweiterten Vorstandes darf ich mich bei allen Mitgliedern bedanken, die auch im Jahre 2011 durch tatkräftige und / oder finanzielle Unterstützung wieder zu einem guten Gelingen und zur Wahrung und Mehrung des Ansehens der Leverkusener Jägerschaft beigetragen haben.

Ich wünsche mir, dass trotz jagdpolitisch unruhiger Zeiten unsere Passion für die Jagd nicht nur für uns, sondern auch noch für zukünftige Generationen weiter getragen werden kann.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr, vor allem Gesundheit und ein kräftiges Weidmannsheil auf allen Wegen.

 
Ihr

Ralph Müller- Schallenberg
Rechtsanwalt und 1. Vorsitzender der Leverkusener Jägerschaft e.V.
 
bullet 16.07.2011
Sommerfest der  Jägerschaft
Viel Aufwand haben sich die Veranstalter des  Sommerfestes der Leverkusener Jägerschaft gemacht.

Begonnen hatte es mit einen morgendlichen SchießeSommerfest 2011n. Nach einer Mittagspause für die Akteure ging es am Nachmittag mit Luftgewehr- und Armbrustschießen weiter. Die Beteiligung lies zu wünschen übrig. Aber dies änderte sich schlagartig nach dem der Grill angezündet war und leider der Regen eingesetzte. Immerhin wurde alle Preise ausgeschossen und die Ehrenscheibe fand einen würdigen Gewinner.
Im Trockenen ging es weiter. Für reichlich Fleisch, Speisen und Getränke war gesorgt und dem gemütliche Teil stand nichts im Wege . Die Bläser umrahmten den gemütlichen Teil. Am Ende fanden sich ca. 70 Gäste ein - für das erste Mal und bei dem Wetter - ein guter Erfolg.

 
bullet22.03.2011

Aktuelles

Stand: 22.03.2011

1. EGMR-Urteil

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das Jagdrecht in Deutschland bestätigt: Reviersystem, Pflichtmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften sowie die Pflichten der Bejagung sind zeitgemäß. Damit hat der Gerichtshof Reformbestrebungen völlig zu Recht jeglicher Grundlage entzogen. Wildtiere kennen keine Grundstücksgrenzen. Jagen und Hege müssen flächendeckend und lebensraumbezogen umgesetzt werden. Das Allgemeinwohl muss immer über Einzelinteressen, etwa denn von ethisch motivierten Jagdgegnern, stehen. Ein Flickenteppich von bejagten und nicht bejagten Grundstücken leistet solchen Zügen, etwa durch Schweinepest, Vorschub. Enorme Schäden in Forst- und Landwirtschaft durch heranwachsende Wildbestände wären eine weitere Folge.

Der deutsche Jagdschutzverband und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE) haben sich als Drittbeteiligte im Verfahren maßgeblich für den Erhalt des Deutschen Jagdrechtes eingesetzt. Insoweit ist insbesondere unserem LJV-Justiziar, Herrn Hans Jürgen Thies, für seinen hervorragenden und fundierten Einsatz zu danken. 

2. Kormoran-Verordnung

Hinsichtlich einer eventuellen Neuauflage der Kormoran-Verordnung (diese ist bekanntlich am 31.03.2010 ausgelaufen) fand am 08.12.2010 eine Expertenanhörung im Landtag statt. Obwohl sich die entsprechenden Experten mehrheitlich für eine Neuauflage der Kormoran-Verordnung aussprachen, ist die aktuelle Landesregierung hiervon bisher nicht zu überzeugen. 

3. Aufhebung der Schonzeit für Rehböcke

Für einen Eigenjagdbezirk im Kreis Olpe wurde auf Antrag des Besitzers die Schonzeit für Rehböcke für den Zeitraum von Mitte November bis Ende Januar für 3 Jahre aufgehoben. Der Eigenjagdbesitzer begründete die Notwendigkeit der Schonzeitaufhebung mit der aufgrund von den „Kyrill" eingetretenen Situation. Die Obere Jagdbehörde hat die Ausnahmegenehmigung gemäß § 24 II Landesjagdgesetz NRW zu wissenschaftlichen Lehr-und Forschungszwecken entgegen dem Rat der Unteren Jagdbehörde, des Kreisjagdberaters und des Jagdbeirates erteilt. 

Es ist sehr ärgerlich, dass der Landesjagdverband an dem Genehmigungsverfahren überhaupt nicht beteiligt wurde und die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung NRW der Ausnahme unversehens zugestimmt hat. Bedenklich ist, dass zu Beginn der angeblichen Untersuchung der Ist-Zustand der Vegetation überhaupt nicht erfasst wurde. Dies wäre aber nötig gewesen, um zu aussagekräftigen Ergebnissen zu gelangen. 

4. Geocaching

Insoweit sei zunächst auf die Darstellung in „Aktuelles", Stand 11.10.2010, Ziffer 5, verwiesen. Das angedachte gemeinsame Symposium, das dazu dienen soll, auf die Störungen und Gefahren des Geocachings dezidiert aufmerksam zu machen, soll nunmehr im Sommer 2011 veranstaltet werden.

Darüber hinaus haben sich in Rheinland-Pfalz bereits die Grundeigentümer und Bewirtschafterverbände zusammen geschlossen, das Thema „Geocaching" aufgegriffen und ein gemeinsames Informationsblatt darüber heraus gegeben. 

5. Jagd und Hund Open Air

Die erste „Jagd- und Hund Open Air" findet vom 01. bis 03.07.2011 auf dem Schloss Egeringhausen in Anröchte-Mellrich statt. Sie bietet eine gute Gelegenheit, die Jagd in einem positiven Zusammenhang darzustellen. Es sind „Lern- und Natur-Aktivitäten", ein abendliches Sommerfest und eine Hubertusmesse vorgesehen. Darüber hinaus wird die örtliche zuständige Kreisjägerschaft (Soest) diverse Exkursionen anbieten. Der Landesjagdverband wird sich mit einem eigenen Stand präsentieren. Insgesamt soll die Ausstellung als Zeltstadt gestaltet werden.

Auch die Siegerkorps der letzten Landesjagdbläserwettbewerbe sollen auftreten. 

6. Wiederzulassung des JGHV Xanten und Herrn Schraven

Der JGHV Xanten und der Verbandsrichter Jakob Schraven waren für die Durchführung von Brauchbarkeitsprüfungen und Zusatzprüfungen zur Feststellung der Brauchbarkeit von Jagdhunden gesperrt worden. Nachdem das UV-Präsidium in seiner Sitzung am 16.04.2010 die Wiederzulassung in 2011 in Aussicht gestellt hat, der Verein sowie Herr Schraven diese nun beantragten und nach Aussage des Landesobmannes für das Jagdgebrauchshundewesen nichts dagegen spreche, beschloss das Präsidium in seiner Sitzung am 15.02.2011 die Wiederzulassung. 

Leverkusen den 22.03.2011

Ralph Müller- Schallenberg Rechtsanwalt und 1. Vorsitzender der Leverkusener Jägerschaft e.V.

 
bullet18.03.2011

Impfköder zur Bekämpfung der Scheinepest

Informationen zum Ausgabetermin finden Sie <<hier>>
 
bullet14.01.2011

Hochansteckende Maul- und Klauenseuche in Bulgarien

Es hat in Bulgarien in der Region Burgas einige Fälle der hochansteckenden Maul- und Klauenseuche gegeben. Anbei übersende ich Ihnen eine Mitteilung des Bundesministeriums, aus der hervorgeht, dass eine Einschleppung des Erregers auch durch unbehandelte Trophäen oder kontaminierte Kleidung und Fahrzeuge von Jagdreisenden erfolgen erfolgen kann. Insbesondere aus den Regionen Burgas und den Nachbarregionen Haskovo und Yambol dürfen daher keine Produkte, die Träger des Virus sein könnten, nach Deutschland verbracht werden.

Dr. Kurt Molitor

 
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